Ein neues Jahrhundert mit vielen Veränderungen brach an ...

1933 - Gruppenfoto der Teilnehmer am Maschinistenlehrgang
1934 - Mannschaftsfoto
1939 - Lernunterlagen für "Hand- und Blinkzeichen"

Zum neuen Hauptmann wurde im Jänner 1900 Franz Prenner gewählt. Neue Dienstvorschriften wurden in Druck gegeben, ein Schiedsgericht wurde installiert, die Übungen wurden gut besucht und neues Gerät und Ausrüstung wurden angekauft.

Lediglich in den Jahren 1906 bis 1907 konnte mangels Beteiligung keine Übung abgehalten werden.

19. Februar 1910 fand eine Generalversammlung in Anwesenheit von 24 Mitgliedern statt. Herr Bürgermeister Robert Johann teilte mit, dass die Gemeindesparkasse 500 Kronen zur Anschaffung einer Dampfspritze gewidmet hat.

1912: Beitritt zum Landes- und Frauenhilfsverein vom Roten Kreuz, Zweigverein Deutschlandsberg.

In den Jahren 1914-1916 wurden weder Hauptversammlungen noch Ausschusssitzungen abgehalten. Im Protokoll über eine Ausschusssitzung vom 5. Februar 1917 scheint jedoch der Zimmermeister Johann Hanausek als Feuerwehrhauptmann auf.

Eine Benzin-Motorspritze wurde am 23. April 1918 von der Firma Konrad Rosenbauer geliefert und nach Prüfung durch den Brandmeister Ing. Theophil Quirin aus Graz von der Feuerwehr übernommen. Die feierliche Weihe der Motorspritze fand am Pfingstsonntag des Jahres 1918 statt. Zur Vorführung der Motorspritze hatten sich alle Nachbarwehren eingefunden. Die Spritze besaß 12 PS, saugte bis zu einer Tiefe von 8 Metern an, konnte vier Druckschläuche speisen und 1500 Liter Wasser in der Minute 30-40 m weit schleudern. Die Leistung der Motorspritze erregte allgemeine Bewunderung.

1919 wurde ein beheizbares Mannschaftszimmer im Spritzenhaus geschaffen.

Am 11. März 1921 legten der Hauptmann Thaddeus Wakonigg, der Hauptmannstellvertreter sowie der Steigerzugsführer ihre Arbeit wegen eingerissener Disziplinlosigkeit nieder. Mit der Übernahme der Hauptmannstelle durch den regierenden Bürgermeister Carl Götz war die Krise behoben.

Im Jahre 1921 hielt Wehrarzt Dr. Unger bei jeder Übung eine praktische Schulung über Erste-Hilfe-Leistungen ab.

1924 wurde ein eigener Löschzug in Hörmsdorf mit 31 Mitgliedern gegründet. Zum Kommandanten ernannte man Josef Deutschmann. Mit der Gründung des Löschzuges Hörmsdorf besaß die Feuerwehr Eibiswald 77 aktive Mitglieder.

1925: Dem Löschzug Hörmsdorf wurde eine Abprotzspritze zugeteilt. Die zweirädrige Spritze wurde zurückgenommen.

1926: Gründung einer eigenen Feuerwehr in Hörmsdorf

Im Jahre 1929 wurde erstmals ein Fetzenmarkt abgehalten und ein Reinertrag von 2067,- Schilling erzielt. Die Feuerwehr ließ sich vom Gemeinderat die alleinigen Rechte zur Abhaltung von Fetzenmärkten zusprechen. Außerdem wurde innerhalb der Feuerwehr eine eigene Rettungsabteilung aufgestellt. Wehrarzt Dr.Unger hielt ab diesem Zeitpunkt Kurse für die Rettungsmänner ab und stellte Dr. Hans Großauer sein Rettungsauto zur Verfügung. Weiters wurde eine zweite Tragbahre für die Rettungsabteilung angeschafft und an bestimmten Stützpunkten in den umliegenden Gemeinden wurden Kruckenspritzen ausgegeben.

1931 waren folgende Löschgeräte vorhanden:
1 vierrädrige festaufgebaute Motorspritze mit vier Druckausgängen
1 tragbares Aggregat mit zwei Druckausgängen
1 zweirädrige Handdruckspritze mit einer Leistung von 120 Liter pro Minute
1 Kübelspritze und
7 Kruckenspritzen

Im Jahr 1932 führte die Feuerwehr Eibiswald erstmals offiziell den Titel „Freiwillige Feuerwehr und Rettungsabteilung Eibiswald“.

Die Amtszeit von Hauptmann Josef Naderer sollte besonders ab 1934 von schwerwiegenden Ereignissen erfüllt sein. Politische Spannungen, der Juliaufstand mit seinen Folgen, der Zweite Weltkrieg, der Zusammenbruch und schließlich die Besatzungszeit brachten viel Unheilvolles mit sich. Daher wurde die Rettungsabteilung weiter ausgebaut und konnten somit im Jahr 1934 31 Krankentransporte – davon 12 nach Graz – durchgeführt werden.

Mit 12. Jänner 1938 enden leider die Eintragungen in den Protokollen der Feuerwehr und beginnen erst wieder am 13. Mai 1946.

Der Anschluss an das Deutsche Reich brachte für die Feuerwehren eine neuerliche und totale Umgestaltung; auch im organisatorischen und ausbildungsmäßigen Bereich.
Einziehungen zur Wehrmacht setzten ein und die Feuerschutz-Hilfspolizei musste im Laufe der fortschreitenden Kriegsjahre auf fast alle ihre Aktiven verzichten. Schließlich konnte nur mehr ein Löschzug aufrechterhalten werden, zu dem auch junge Mädchen und Frauen einberufen wurden.

Am 25. Jänner 1947 wurde die erste ordentliche Hauptversammlung nach dem Krieg abgehalten, an welcher 32 Mitglieder teilnahmen.
Mit der fortschreitenden Konsolidierung der Zweiten Republik und aller ihrer Verwaltungszweige wurde auch die Feuerwehr auf eine solide Grundlage gestellt. An die Stelle der bisher nur gelegentlich erfolgten geringen Zuwendungen der Marktgemeinde, war das Prinzip der festen Veranschlagung im Gemeindebudget getreten. Von da an konnte die Feuerwehr alljährlich mit gesicherten Dotierungen rechnen.

1949 erwarb die Feuerwehr Eibiswald ihr erstes Feuerwehrauto: einen Lastwagen der Type FORD CANADA V8 mit 95 PS welcher zu einem Feuerwehrrüst- und Mannschaftswagen umgebaut wurde.

Nach einigen vorangegangen Versuchen, ein neues Rüsthaus zu errichten, wurde 1949 schließlich damit begonnen. Das baufällige Markthaus Nr. 111 wurde angekauft und abgerissen und in den Jahren 1950 bis 1953 in ein neues Rüsthaus umgebaut.
Im Jahr 1952 wurde ein Motorkleinaggregat R7 angeschafft.

Eine ständige Erhöhung der Schlagkraft der Feuerwehr setzte ein. 1954 erfolgte die Anschaffung einer GUGG-Motorspritze mit VW Motor. Außerdem wurde 1955 ein Mannschaftstransportwagen der Marke Morris EMB mit 60 PS erworben.

1955 erfolgte die Aufstellung eines Sanitätstrupps sowie eines Schanzzuges, welcher mit Hebewinde, Flaschenzug und verschiedenem Werkzeug ausgestattet wurde.
Weiters wurde ein Tanklöschfahrzeuges, Type Borgward B522 AO, sechs Zxlinder, 87 PS, mit eingebauter Feuerlöschpumpe, Type Metz-FP-8H mit Sonderausstattung angeschafft.

Der 1963 aufgestellte Katastrophenzug erhielt 1967 einen Einachsanhänger RA750, welcher mit einer Kettensäge und anderen Werkzeugen ausgestattet war. Aus Eigenmitteln der Feuerwehr erfolgte der Ankauf eines Kommandowagens bei der Fa. Rosenbauer, Type VW-Bus 23 mit 30 PS. Zusätzlich wurde ein Rüst- und Mannschaftswagen, Typ Landrover, 90 PS mit Vierradantrieb angekauft.

In den Jahren 1969-1970 wurde die Fahrzeughalle vergrößert und eine direkte Verbindung zum Schlauchturm hergestellt. Die Arbeiten wurden zum größten Teil in Eigenregie durchgeführt.

Im Jahr 1970 wurde das Rüsthaus aus Eigenmitteln mit einer neuen Einrichtung ausgestattet, der Telefonanschluss errichtet und eine stationäre Funksprechstation (Type Siemens, Sendeleistung 10 Watt) mit einem Funkmast direkt am Rüsthaus eingerichtet.

1973 konnte ein Gerätefahrzeug für den Katastropheneinsatz (Type Opel Blitz, 90 PS), ausgestattet mit Schweißgerät, Trennscheibe, Motorsäge, Greifzug, 20 Tonnen-Winde- und Spezialwerkzeug für Hochspannungsarbeiten, angeschafft werden.

Die Feuerwehr Eibiswald ist Stützpunkfeuerwehr und führt das Kommando für den III. Zug der F.u.B Bereitschaft 44. Die Wehr zählt heute zu den einsatzstärksten Wehren des Grenzlandes.
(Quelle: Festschrift 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Eibiswald, verfasst von Rudolf Schneebacher)

1974 wurde mit der Installierung einer Jugendgruppe in der Feuerwehr Eibiswald ein wichtiger Meilenstein für die Gewinnung neuer Mitglieder gesetzt.

Seit 1975 wird von der Marktgemeinde Eibiswald eine Leistungsspange in Bronze, Silber und Gold verliehen. Außerdem wurde in diesem Jahr ein Kranwagen angeschafft.

1976 konnten ein Atemschutzgerät mit Reserveflasche und 3 Atemmasken sowie eine Tragkraftspritze TS12 mit 4 Saugschläuchen angekauft werden.

Im Jahr 1978 wurde ein Gerätewagen angekauft, Type VW LT-35.

Im Jahr 1980 wurde das neue TLF4000 Trupp (Type Steyr 791) in Dienst gestellt.

Auf Grund der ständigen Zunahme von Geräten und Fahrzeugen wurde der Platz im alten Rüsthaus der Feuerwehr Eibiswald immer enger und kleiner. So mussten beim Ankauf des neuen Tanklöschfahrzeuges im Jahr 1980 die Einfahrtstore vergrößert und das Kranfahrzeug aus Platzmangel im Bauhof der Marktgemeinde Eibiswald untergestellt werden.

1983 erfolgte der Startschuss für den Rüsthausbau am neuen Standort: direkt neben der Umfahrungsstraße Eibiswald. Im Jahr 1987 wurde der Bau abgeschlossen und das neue Rüsthaus seiner Bestimmung übergeben.

Im Jahre 1989 konnte eine Bergeausrüstung, Hydraulisches Rettungsgerät angeschafft werden.

Im Rahmen der 120 Jahr Feier wurde im Jahre 1993 der MTF-A (ein VW Typ 70 Syncro) in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Eibiswald gestellt.

Ein KRF-S (Mitsubishi B1/B1 4x4) wurde im Jahr 1997 angekauft. Im Jahr 1998 folgte dann das SRF, Mercedes 1831 AK. Somit war für die nächsten Jahrzehnte der Fuhrpark für Technische Einsätze komplett.

Quellennachweis bis 1973:
Archiv der Freiwilligen Feuerwehr Eibiswald
Archiv der Marktgemeinde Eibiswald
Fritz Fuchs: Pfarrchronik Eibiswald
Hans Klöpfer: Die Freiwillige Feuerwehr Eibiswald
Othmar Kreuzwirt: Die Feuersbrünste im Markte Eibiswald
Sebastian Payer: Sammlung von Presseberichten
Rudolf Schneebacher: 800 Jahre Eibiswald
Hans Wippel: 100 Jahre Sparkasse Eibiswald
Volksschule Eibiswald: Heimatbuch

Quellennachweis ab 1973:
Archiv der Freiwilligen Feuerwehr Eibiswald

 

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